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PRESSEMITTEILUNG - Hannover Messe AG

Die Deutsche Messe AG als wirtschaftlicher Totalschaden –
fehlende Führung, fehlende Kontrolle, fehlende Visionen

Der Fraktionsvorsitzende FDP-Ratsfraktion, Wilfried Engelke, zeigt sich über den Lagebericht der Deutschen Messe AG, der heute den Fraktionen vorgestellt wurde, entsetzt.
„Die Lage der Deutschen Messe AG ist desaströs. Doch statt dass der Vorstand konsequent Verantwortung übernimmt und zurück tritt, werden lediglich zusätzliche Mitglieder berufen- das ist schon ein Offenbarungseid.

Der Fraktionsvorsitzende FDP-Ratsfraktion, Wilfried Engelke, zeigt sich über den Lagebericht der Deutschen Messe AG, der heute den Fraktionen vorgestellt wurde, entsetzt.

„Die Lage der Deutschen Messe AG ist desaströs. Doch statt dass der Vorstand konsequent Verantwortung übernimmt und zurück tritt, werden lediglich zusätzliche Mitglieder berufen- das ist schon ein Offenbarungseid.

Ich fordere den bestehenden Vorstand auf, persönliche Konsequenzen aus diesem wirtschaftlichen Totalschaden der Messe AG zu ziehen und Verantwortung zu nehmen.

Auch der Aufsichtsrat hat offensichtlich versagt. Deutliche Kritik des Landesrechnungshofs sowie Gutachten von Unternehmensberatungen wurden weitgehend ignoriert. Wir müssen dringend darüber sprechen, wie sinnvoll es ist, die Aufsichtsräte der städtischen Beteiligungen mit ehrenamtlichen Politikern zu besetzen. Hier braucht es offenbar neben der sinnvollen politischen Kontrolle auch deutlich mehr Fachwissen, um diese Unternehmen zu steuern.

Was mich persönlich am meisten erschreckt, ist aber die völlige Ideenlosigkeit, mit der Vorstand und Aufsichtsrat resigniert auf den von ihnen erzeugten Scherbenhaufen gucken. In so einer Situation darf es keine Denkverbote geben. Man muss sowohl über eine Verkleinerung des Messegeländes selbst als auch über eine Reduzierung der Parkplatzflächen nachdenken. Beides wird in diesen Dimensionen heute nicht mehr wirklich benötigt, kostet aber viel Geld. Gleichzeitig haben wir große Flächenbedarfe für Wohnen und Gewerbe in der Stadt.

Doch nicht nur am Messegelände selbst muss man ansetzen. Hannover hat aufgehört, eine Messestadt zu sein. Hannover ist nur noch eine Stadt, in der es ein Messegelände gibt. Außer an den horrenden Preisen bei Gastronomie und in Hotels zu Messezeiten ist in der Stadt von Messen praktisch nichts mehr sichtbar. Daher muss man sich gemeinsam mit Dehoga und City Gemeinschaft auf den Weg zu machen, die Stadt wieder für das Thema Messe zu begeistern und gemeinsam an einem attraktiven Messestandort zu arbeiten.

Dieser Bericht muss ein Weckruf für alle Verantwortlichen der Messe AG, der Stadtverwaltung und der Politik sein. Wir brauchen in Hannover eine gesunde Messe AG und die Messe braucht eine Stadt, die sich selbst als Messestandort versteht.